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Pankl Racing akkumulieren 29.05.2002
Nord LB
Bei Kursschwäche Aktien der Pankl Racing Systems AG (WKN 914732) ordern, so lautet die Empfehlung vom Researchteam der Norddeutschen Landesbank.
Das Unternehmen habe im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2001/02 einen Umsatz in Höhe von 30,9 Mio. Euro erzielt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr bedeute dies eine Steigerung von rund 16 Prozent. Pankl habe damit zum Halbjahr rund 50% des Nord LB-Planwertes zum Gesamtjahr erreicht. Das EBIT habe im gleichen Zeitraum 3,6 Mio. Euro betragen. Die EBIT-Marge betrage 11,7 Prozent. Projektentwicklungsaufwendungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro haben sich belastend auf das Ergebnis des ersten Halbjahres ausgewirkt. Das um die Entwicklungsaufwendungen bereinigte EBIT liege bei 5,1 Mio. Euro und damit auf Vorjahresniveau. Die bereinigte EBIT-Marge betrage 16,6 Prozent.
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sei auch vor dem Hintergrund eines derzeit schwierigen Marktumfeldes zu beurteilen. Die Verunsicherung durch die verzögerte Reglementänderung in zwei US-Rennserien, die zu technologischen Anpassungen führe, wirke sich negativ auf die gesamte Zulieferindustrie aus. Bisher sei noch immer unklar, wann der Standard endgültig verabschiedet werde. Weiterhin belastend wirke sich die durch die gesamtwirtschaftlich schwierige Lage gekürzten Werbebudgets auf den gesamten Rennsport und damit auch die Zulieferindustrie aus. Pankl schließe deshalb bei anhaltender negativer Entwicklung im Rennsport Korrekturen bei Umsatz und Ertrag nicht aus.
Bereits Anfang Mai 2002 habe Pankl den Erhalt des generellen Brauchbarkeitstests für die Converter-Technologie zur Schadstoffreduzierung bei schweren Dieselmotoren erhalten. Das Gutachten der Deutz AG bescheinige dem System gute Eigenschaften bei der Rußpartikelreduktion und erfülle damit die von der Deutz AG geforderte Norm. Eine direkte Konvertierung von Rußpartikeln finde in den untersuchten Verfahren dagegen kaum statt. Aufgrund der Ergebnisse des Gutachtens werde sich die Serienreife des Converters weiter verzögern. Zunächst seien erste Umsätze mit dem Converter bereits 2004 geplant. Die Weiterentwicklung des Projektes werde sich jedoch so weit verschieben, dass das Unternehmen mit nennenswerten Umsätzen erst ab dem Jahr 2005 rechne.
Neben den Ergebnissen des Gutachtens, sei für die Projektverzögerung auch die weiter verschärfte EU-Gesetzgebung zur Schadstoffemission verantwortlich. Die von der EU ab 2005 geforderte Schadstoffreduktion um 75% für LKW-Transporter sei bereits wieder durch ein neues Reglement, die EURO V-Norm erweitert worden. Allgemein könne davon ausgegangen werden, dass die meisten LKW-Hersteller aufgrund des kurzen Übergangszeitraumes sich bereits auf die Erfüllung der EURO V-Norm konzentrieren und damit die EURO IV-Norm praktisch überspringen. Pankl werde aufgrund des Gutachtens das Converter-Projekt gemeinsam mit Entwicklungs-Partnern aus der Nutzfahrzeugindustrie weiterführen und in diesem Bereich strategische Partnerschaften schließen.
Festzuhalten sei, dass Pankl mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres weiterhin in dem vom Unternehmen selbst genannten Zielkorridor von 10-15% bei der EBIT-Marge und 15-20% beim Umsatzwachstum liege. Kurzfristig gehe das Researchteam durch den geplanten verstärkten Eintritt auf den US-Rennsport- und Helikoptermarkt von leicht schwächeren Durchschnittsmargen aus. Aus Sicht der Nord LB sei deshalb erst mittelfristig durch die Erweiterung der Produktpalette um Kurbelbetrieb und Racing-Getriebe mit einer weiteren Verbesserung der Margensituation zu rechnen. Hinzuweisen sei auch auf einen möglichen Kursdruck, falls das Unternehmen durch ein anhaltendes schwieriges Marktumfeld gezwungen sein sollte, die Umsatz- und Ertragsprognosen zu reduzieren.
Trotz der derzeitigen Marktschwäche und der Verzögerung im Converter-Projekt, welches nicht in den Nord LB-Planungen enthalten sei, sehen die Analysten Pankl in den Marktnischen als gut positioniert. Mit einem derzeitigen KGV 2003e von 12,3 sei Pankl aus deren Sicht noch relativ moderat bewertet.
Unter dem Hinweis auf ein mögliches Rückschlagspotential, empfiehlt das Researchteam der Norddeutschen Landesbank, die Aktie der Pankl Racing Systems AG weiterhin zu akkumulieren.
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